Logistik Lernen Hamburg

Schifffahrtskauffrau

Melanie Ceglecki kennt alle großen Häfen der Welt. Zumindest theoretisch, denn die 21 Jahre alte Frau lernt Schifffahrtskauffrau bei APL Co. in Hamburg. Und auch wenn sie während der dreijährigen Ausbildung hauptsächlich am Computer arbeitet, ist die Hafenluft und das internationale Flair in den Büroräumen am Schopenstehl in der City zu spüren.

Schifffahrtskauffrau
Schifffahrtskauffrau

Schon vor dem Abitur stand für die junge Frau fest, eine Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau Fachrichtung Linienschifffahrt zu machen: "Ich war gut in Geografie und Englisch." Besonders gereizt habe sie aber der internationale Flair und die Vielfältigkeit in diesem Beruf. Und das hat sich während ihrer Lehrzeit bestätigt. Sie hat schon viele Bereiche des internationalen Unternehmens durchlaufen, alle zwei Monate geht es in eine neue Abteilung.

Dann berät sie etwa Kunden über Schiffabfahrtszeiten, die besten Routen, kalkuliert die Preise, sorgt dafür, dass die Ware aus den großen Häfen mit Lkw, Zug oder Feederschiffen an die Ziele gelangen.

Bei alledem wird gefordert: Laufend Englisch zu sprechen. Denn der Kontakt mit Menschen aus der ganzen Welt gehört für Schifffahrtskaufleute zum Tages-geschäft. Für die rothaarige Frau kein Problem: "Ich habe während meiner Schulzeit schon ein Jahr in Amerika verbracht und außerdem bekommen wir in der Berufsschule spezielles Branchenenglisch beigebracht." Vor der Ausbildung habe sie sich auch nicht träumen lassen, sich mal auf Englisch über Haftungsschäden unterhalten zu können.

Die Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau wird in zwei Fachrichtungen angeboten: Linien- und Trampschifffahrt. "Das lässt sich am besten mit Zügen und Taxis vergleichen", so Ceglecki.

Die Linienschifffahrt halte sich an feste Fahrpläne und eine feste Abfolge von Zielhäfen, die das jeweilige Schiff anläuft. Damit seien es immer wieder dieselben Haltestellen, an denen Ladung aufgenommen oder entladen werde.

Bei der Trampschifffahrt dagegen werde ein Schiff für einen einmaligen Transport etwa von Chemikalien von Hamburg nach Malaysia fest gebucht. Wer in diesem Bereich arbeitet, müsse ständig nach neuen Ladungsoptionen Ausschau halten.

Autorin: Christine Schönfeld

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