Logistik Lernen Hamburg

Hafenlogistikerin

Nina Mahnken liebt Container, Schiffe und das Wasser. An ihrem Ausbildungsplatz im Hamburger Hafen hat sie diese täglich im Blick. Denn die 21 Jahre alte Frau aus Eimsbüttel lernt bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Sie ist im dritten Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Hafenlogistik. Für die Frau mit den wasserblauen Augen der absolute Traumberuf: „Ich liebe die Abwechslung. Mal arbeite ich direkt an der Containerbrücke, mal prüfe ich im Büro Frachtpapiere.“

Hafenlogistikerin
Hafenlogistikerin

Zehn junge Menschen beginnen jährlich ihre Ausbildung zur Fachkraft für Hafenlogistik bei der HHLA. Unter ihnen mittlerweile 20 bis 30 Prozent Frauen. Ausbildungsleiter Holger Jensen ist begeistert: „Sie sind in diesem Alter reifer, sorgfältiger und weniger verspielt als ihre männlichen Kollegen.“ Auch das Klima unter den Mitarbeitern sei sehr viel angenehmer geworden, seitdem auch Frauen direkt im Umschlag arbeiten.

Schichtbeginn ist um 6.50 Uhr. Mit Lösch- und Ladezetteln steht Nina Mahnken dann in gelber Sicherheitsjacke, blauem Helm und Arbeitsschuhen direkt an der Containerbrücke am Unikai. Hier begutachtet sie die Siegel der vollen Container, kontrolliert, ob die eingehenden Waren vollständig oder ob die Frachtpapiere in Ordnung sind. Im Hinterkopf hat sie dabei immer, dass die Ware termingerecht weitergeleitet werden muss, „denn die Unternehmen warten ja darauf“.

Mehrere Stationen hat Mahnken während ihrer Ausbildung schon durchlaufen. Sie hat etwa Autos in Container verladen, Bananen und Ananas im Fruchtzentrum mit Gabelstaplern transportiert, Ladung auf Schiffen gesichert oder aber den Weitertransport der Container gesteuert und überwacht. Sie liebt die Arbeit direkt am Umschlag: „Da bläst einem mal richtig Wind um die Nase.“

Genauso interessant seien aber auch die Aufgaben im Büro. Aus dem Fenster hat sie nicht nur einen imposanten Blick über den Unikai und den Michel, sondern auch den genauen Überblick über den Warenein- und -ausgang im Hafen. Klarer Fall, dass sich dies bei dem jährlich steigenden Zuwachs an Gütern nur noch durch Anwendung modernster EDV-Systeme bewältigen lässt.

Die Arbeit sei nie langweilig und habe zudem noch einen weiteren Vorteil: „Die Männer sind immer zuvorkommend und nett.“ Im Januar ist Mahnken fertig mit der Ausbildung. Ihre Zukunft scheint rosig: „Denn wir werden in der Regel übernommen.“ Auch die Möglichkeiten sich später weiterzubilden seien vielfältig – sie reichen vom Vormann, Containerbrückenfahrer über Lademeister bis hin zum dualen Studium.

Autorin: Christine Schönfeld

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