Logistik Lernen Hamburg

Auf die Plätze, fertig, los!

Die Schule beendet, den Ausbildungsvertrag in der Tasche: Der erste Tag im Ausbildungsbetrieb löst bei vielen Panik aus. Bin ich richtig gekleidet? Darf ich meine neuen Kollegen duzen? Was kann ich schon alles tun? Und wann ist Pause? Mit der richtigen Vorbereitung und Einstellung kann nichts schief gehen.

Der erste Tag in der Ausbildung ist besonders wichtig. Was muss man beachten? Was sollte man besser lassen? Bekanntlich zählt der erste Eindruck. Daher kann man sich mit einem guten Start selbst ins positive Licht rücken. Hier einige nützliche Tipps für den Einstieg:

Infos besorgen

Gut informiert ist halb gewonnen. Basisinfos über das Unternehmen, in dem man die Ausbildung beginnt, kann man schon vorher sammeln. Seit wann gibt es den Betrieb? Wer sind die Kunden? Wie sind die Abläufe? Welche Abteilungen gibt es? So ist man gut vorbereitet und kann mit Wissen und Interesse glänzen.

Pünktlichkeit

Einen Stein im Brett hat man, wenn man überpünktlich an Ort und Stelle ist. Also den Wecker rechtzeitig bimmeln lassen und einen Bus früher nehmen. Nicht vergessen: Vorher über den Fahrweg informieren, wie lange man braucht. So kommt keine Panik am Tag X auf.

Was anziehen?

Ist ein Business-Outfit gefragt oder spezielle Arbeitskleidung? Welche Schuhe sind sinnvoll? Im Zweifel schon vorher beim Ausbildungsbetrieb nachfragen. Bei der gewerblichen Ausbildung gibt es wegen der Arbeitssicherheit einen bestimmten Zwang: T-Shirt oder Hemd muss in die Hose gesteckt werden.

Guten Morgen!

Man sollte darauf achten, wie man mit den zukünftigen Kollegen umgeht, und sie so ansprechen, wie man selbst angesprochen werden möchte. Es sollte selbstverständlich sein, »Guten Morgen!«, »Auf Wiedersehen!« oder »Tschüss!« zu sagen.

Sie oder Du

Wie werden einzelne Personen angesprochen? Sie, Du, eventuell mit Titel? Duzen ist solange Tabu, bis einem direkt das „Du“ angeboten wird. Solange man unsicher ist, heißt es Herr oder Frau Müller-Lüdenscheid.

Hallo, ich bin neu!

So kommt man gut an: Freundlich, offen und mit einem Lächeln auf die neuen Kollegen zugehen. Kleiner Tipp: Man sollte versuchen, sich gleich Namen und Gesichter zu merken. So kann man später die Kollegen persönlich anreden und sie beeindrucken.

Notizen machen

Am ersten Ausbildungstag prasseln viele neue Informationen auf einen ein. Es hilft daher, sich Notizen zu machen. Klug ist es auch, eine Liste mit den Namen der Kollegen, Telefonnummern und ihren Positionen zu erstellen. Die wird man in der ersten Zeit brauchen.

Fragen erwünscht!

Wichtig ist es erst einmal, in Ruhe zu beobachten, wie die ungeschriebenen Gesetze in der neuen Firma lauten. Was sich nicht von selbst beantwortet, kann man dann immer noch fragen. Denn den Mund braucht man nicht zu halten, Fragen sind erwünscht. Was habe ich zu tun? Was wird von mir erwartet? Wo finde ich bestimmtes Material? Keine Angst: Mit diesen Fragen nervt man nicht, sondern wirkt interessiert und lernwillig.

Handbremse anziehen

"Lehrjahre sind keine Herrenjahre" heißt es in einem alten Sprichwort. Das stimmt heute immer noch, denn Azubis müssen zunächst kleine Brötchen backen, auch wenn das manchmal nervt. Man sollte also am ersten Tag nicht gleich mit tollen Verbesserungsvorschlägen kommen oder gar Ansprüche stellen. Für Kreativität ist immer noch Zeit. Kleiner Tipp: Nicht überheblich oder besserwisserisch sein, aber auch nicht zu schüchtern herüber kommen. Die Mischung macht’s.

Was nicht gut ankommt

Fragen wie: "Hab ich nach der Berufsschule frei?" oder "Brauche ich eine Entschuldigung, wenn ich nicht kann?". Aussagen wie: "Das kann ich nicht" oder "Ich möchte lieber in eine andere Abteilung".

Ich bin dann mal weg!

Zum Thema Feierabend: Auch wenn die Arbeitszeit offiziell bis 17 Uhr geht, sollte man nicht um Punkt fünf den »Hammer« fallen lassen. Wenn sich keiner um Sie kümmert, und das kann schon mal vorkommen, dann fragen Sie, ob Sie noch etwas tun können.

(Quelle: www.berufswelt-logistik.de / KIBO Kommunikation, Bremen)